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Regionalturnfest Erschwil
Turnfest Erschwil aus Sicht eines Leiters
Ja, nun war es soweit, nun sollte sich erweisen wie gut sich das Trainieren für's Turnfest ausbezahlt hat. Begonnen hatte es ja schon mal gut, alle Teilnehmer trafen zur abgemachten Zeit am Samstag, den 19.6.04, beim Volg ein (erster Aufsteller für die Verantwortlichen). Nach der Ankunft in Erschwil, gab's dann noch einige Input's und schon ging's ans Aufwärmen, das ich getrost an Hugo Betschart delegieren konnte, da ich noch schnell zur Meldestelle gehen musste. Dann der Startschuss zum ersten Wettkampfteil, einige Turner trennten sich von uns und gingen voller Selbstvertrauen zum Kugelstossen, die anderen nahmen am Rugbylauf und dem Unihockeyslalom teil. Verbissen wurde um jeden Lauf und jedes Fangen dieses unförmigen Ball's gekämpft. Es sollte sich lohnen, die resultierende Punktzahl ergab 8,99 ; super ! Auch die Kugelstösser können sich sehen lassen, ihre Punktzahl betrug 9,01 ; BRAVO ! (das Punktemaximum beträgt 10 Punkte). Nach einer längeren Pause traten wir zum zweiten Wettkampfteil an, in den Disziplinen : Speerwerfen und Fit im Team (Frisbee + Step-Wurf). Auch da ein Glanzresultat, 9,14 Punkte , noch superer. Den Speerwerfern war's wohl mangels Konkurrenz (nur Büren hat diese langen Spiesse geworfen) etwas "abverheit", leider "nur" 7,74 Punkte, trotz-dem danke und BRAVO !! Dann überschlugen sich die Ereignisse, das Programm wurde etwas durcheinander geworfen, damit unsere Damen ihren Volleyball-Fachtest und anschliessend den dritten Wettkampfteil nacheinander ausführen konnten. Es gab ein Hin und Her, können wir jetzt schon, müssen wir doch wieder warten oder sollen wir nun doch schon jetzt ?? - Naja, irgendwie ging's dann schon. Der dritte Wettkampfteil wurde von allen Turnerinnen und Turnern ausge-führt, er setzte sich zusammen aus Prellen und Werfen (Ball über Leine und Basketball über Stange). In dieser Sparte fehlte uns vielleicht schon ein bisschen die Kraft oder die Konzentration, es resultierte nämlich die "schlechteste" Punkt-zahl daraus, eine 7,88 (was immer noch als gut zu bezeichnen ist). Tja, das war's dann auch schon.
Endlich konnten wir jetzt ein bisschen gemütlich Zusammensein und es geniessen, jetzt durfte auch jede und jedermann sein Bierchen zu sich nehmen. Damit möchte ich auch unterstreichen und danke sagen, dass meine Bitte, dass während dem Wettkampf kein Alkohol konsumiert wird, Folge geleistet wurde, PROST !
Niemand hatte dann allerdings Zeit am Sonntag an der Rangverkündigung teilzunehmen. Ich nehme es auch niemandem übel, haben wir doch dieses Jahr ein vollgestopftes Programm. Einige der teilnehmenden Turnerinnen und Turner liessen es sich aber nicht nehmen, sich von ihrem privatem Sonntagsprogramm Zeit zu stehlen um an der Rangverkündigung doch teilzunehmen. Also trafen sich (ohne dass eines vom andern etwas wusste) Claudio Wyss, Gaby Baumgartner und ich am Sonntag auf dem Wettkampfplatz. So, wo stehen wir denn nun jetzt auf der Rangliste ??
1. Stärkeklasse Frauen/Männer 3-teiliger Vereinswettkampf
Platz 3 mit 25,78 Punkten
S U P E R !!!!!
Wenn man bedenkt, dass uns zum ersten Platz nur 0,34 Punkte fehlten !!!!?? Abschliessend möchte ich mich bei allen, für die Arbeiten zur Vorbereitung oder bei den Ausführungen fürs Turnfest und natürlich den aktiv Teilnehmenden, recht herzlich bedanken . Selbstverständlich richtet sich dieser Dank auch an diejenigen, die sich als Kampfrichter (was leider nicht selbstverständlich ist) zur Verfügung gestellt haben, und den mitgereissten Anhängern. Danken möchte ich Vögtli Martin, der leider nicht aktiv teilnehmen konnte, der aber freundlicherweise uns seine Speere zur Verfügung stellte.
M E R C I an alle !!!!!!
Armin Spicher
Turnfest Erschwil 18.-20 Juni 2004 (von Simon Basler)
Samstag kurz vor Mittag
Gut zwei Dutzend Turnerinnen und Turner aus Büren starteten Richtung Passwang. Ziel unserer Aktivriege ist Erschwil. Rund um den Turnplatz sind verschiedene Wettkampfparcours aufgestellt. In einer Reihe stehende Slalomstangen warten darauf von wieselflinken Turnerinnen und Turnern, mit Hockeystock und Ball umrundet zu werden. Eine Stange auf knapp vier Metern, gehalten von einem Rohrgerüst, steht monumental auf dem Rasen. Riegen aus der Region, werden sich heute nicht nur in traditionellen Wettkämpfen messen.
Fit im Team
Schon während mehrerer Wochen wird in Turnhallen im und um's Schwarzbubenland für das "Erschbeler Turnfescht" trainiert. Für einmal nicht nur Kugelstossen und Hochsprung. Das Schlagwort "Fit im Team" beinhaltet alles was es für die sechs verschiedenen Kombiläufe braucht: Wendigkeit, Koordination, Ausdauer, Teamgeist. Ob Rugby-Lauf, Step-Weitwurf oder Frisbee mit Ring, alle Parcours haben so ihre Tücken. Einmal aus dem Gleichgewicht gekommen, durch Ballverlust oder nachlassender Konzentration, ist es schwierig das Tempo wieder hochzufahren.
Gleich ist es soweit
Kurz vor 13 Uhr läuft sich die Bürner Riege warm. Rugby und Hockey sind die zwei ersten Diszipline. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen lassen die Bürner den Rugbyball von rechts nach links zirkulieren, Ball und Werfer sind in Bewegung, und mir scheint in einem guten Tempo, ohne viele Ballverluste. Geschicktes Führen eines kleinen Balls mit einem Hockeystock in zehn Zweierteams beim Slalom. Hier gilt es schnell zwischen den Stangen durchzutänzeln, mit Stock und Ball, verschweisst in einer Einheit. Die Aufgabe nicht ganz einfach, Nervosität und holpriger Teerboden verführt einige Bälle zum Ausreissen.
Schnitzelbrot und Kuchen
Verlorene Kalorien werden bei einer Pause im Festzelt ersetzt. Nach einem ersten Ansturm bei der Essen-Trinken-Ausgabe wird's bei Kuchen und Schnitzelbroten knapp - aber ein Klöpfer tut's zur Not auch. Ein Grosses Podest mit Fernseher lässt darauf schliessen dass im Bierzelt für "Oranjes-Anhänger" am späten Abend für Stimmung gesorgt ist. Am "Süssmost-Stand" kann der Bodymass-Index gemessen werden - zur Belohnung gibt's einen Becher einheimischen Süssmost.
Genaues Zielen gefragt
Bei Frisbee und Hulla-Hopp-Ring ist die Koordination besonders wichtig. Frisbee durch den Ring direkt in die Hände des Fängers, Seitenwechsel zu viert über's Kreuz, Ring aufnehmen und so weiter. Für ein Team lange 120 Sekunden, ohne "Gestrauchel" in einer hohen Kadenz - nicht allen Teams aus Büren gelingt's.
Beim Step-Weitwurf-Posten braucht's ein präziser Werfer, der möglichst 67 Bälle, wie bei unserem Spitzenteam, dem Fänger passgenau in die Hände spielt. Bei beiden Posten schreiben uns die Punkterichter eine respektable Zahl ins Notenblatt. Was die Zahl Wert ist wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Endspurt
Zwei Ballspiele beenden für uns die Kombiläufe. Nochmals gibt Jeder sein Maximum. Der Teamgeist war perfekt - die Organisation klappte bestens und Spass hat's nach 30-jähriger Turnfest-Abstinenz auch mir gemacht.
Simon Basler